Akademisches Abenteuer vor 20 Jahren beendet
Alumi-Treffen des 51. Lehrgangs




Im Herbst 1987 endete für den 51. Lehrgang mit über 200 StudentInnen ein akademisches Abenteuer: 20 Jahre später, im Herbst 2007, trafen sich 50 Diplom-Volks-, -Betriebs- oder -SozialwirtInnen an der ehemaligen Hochschule für Wirtschaft und Politik, um zu erfahren, was andere mit und durch das Studium erfahren haben.

Schon damals - durch erste berufliche Erfahrungen oder Aufnahmeprüfungszugang - nicht mehr ganz jung, kamen am Samstag, 10. November, rund 50 KommilitonInnen allesamt jugendlich wirkend in ihre ehemalige Alma Mater in das Café Knallhart, dessen engagiertes Team sich sichtlich an den Ex-Studenten freute und vielleicht eine Ahnung davon bekam, wie sie in 20 oder mehr Jahren aussehen würden. Personalfachleute, Gewerkschaftler, Selbstständige, Geschäfts-führerInnen, BeraterInnen und Angestellte aller Arten, Hochschulprofessoren, IT-Spezialisten, Hausmänner und –frauen erfreuten sich auf alten Sofas an studentischen Erinnerungen und berichteten in Räumlichkeiten, die sich seit der eigenen Studienzeit kaum verändert haben, über eigene persönliche Wege.

Anerkennend wahrgenommen und besonders erfreulich war, dass eine Absolventin die speziellen Begrüßungs-Informationen für die Erstsemestler des 51. Lehrgangs und das Material zur Orientierungseinheit auf dem Dachboden gefunden und mitgebracht hatte. Da wurde geschmunzelt, gelacht und die nächste "Weißt Du noch"-Episode erzählt.

Nach zwei Semestern Grundstudium mauserten sich 180 KommilitonInnen auf der ehemaligen Gewerkschaftsakademie in den folgenden zwei Jahren zu veritablen Hochschulabsolventen: Mancher setzte die akademische Ausbildung zur/m Diplom-SozialökonomIn fort, studierte an der Universität weiter oder beendete eine Promotion: Ein 51iger Absolvent habilitierte gar, um Forschung und Lehre zu bereichern, was insbesondere den anwesenden Vertreter des Lehrpersonals erfreute, konnte er so auf die Früchte seiner Vorlesungen zurückblicken.

Auch wenn wissenschaftliches Arbeiten sich vor 20 Jahren durch fehlerfreies Tippen auf der Schreibmaschine oder zögernde Versuche auf ersten "Schreib-computern" auszeichnete, geht ohne elektronische Netzwerke bei der Adressrecherche heute nichts mehr. Mit Hilfe der Gesellschaft der Freunde und Förderer der HWP – insbesondere dem Vorstand Dr. Dieter Koch, dem wir für sein Engagement herzlich danken – und dem Einsatz diverser Internet-Tools sowie persönlicher Netzwerke ist es dennoch gelungen, 120 Studierenden ausfindig zu machen.

Wir sind mit einer Beteiligung von über 40 Prozent sehr zufrieden und danken allen, die gekommen sind. Als Anregung für Studierende sei empfohlen, frühzeitig mit der Adressrecherche für derartige Veranstaltungen zu beginnen oder bereits zur aktiven Hochschulzeit eine Ehemaligen-Organisation zu initiieren. Auch wir haben damals nicht daran gedacht oder auch nur realisiert, dass Zeit vergänglich ist und sowohl die Studienjahren als auch weitere 20 Berufs- und Lebensjahre wie im Fluge vergehen.

In fünf Jahren wollen wir uns wieder treffen, um dann auf 25 Jahre zurück zu blicken.

Das Organisationsteam
Renate Sockolowsky,
Günter Smailus

Grußwort Prof. Bassen

Prodekan der Universität Hamburg von der Fakultät Wirtschafts- und Sozialwissenschaften Department Wirtschaft und Politik
zum Absolvententreffen des 51. Lehrgangs der HWP, 10. November 2007

Liebe Alumni,

leider kann ich Sie heute nicht persönlich begrüßen, freue mich aber sehr, dass Sie an Ihre Alma Mater zurückgekehrt sind.

Viel hat sich verändert in den letzten Jahren. Wir sind jetzt Teil der Universität Hamburg mit völlig neuen Herausforderungen.

Viel ist aber auch gleich geblieben: In den letzen Monaten ist es gelungen, die Charakteristika der Studiengänge als Profilstärke der Fakultät zu etablieren.

Die Position des noch Deparmtents Wirtschaft und Politik, das bald Fachbereich Sozialökonomie heißen wird, ist stark und die Leistungen werden mehr und mehr auch innerhalb der Universität anerkannt.

Allerdings wird es notwendig sein, den Studiengang weiter zu modernisieren, denn die Reakkreditierung steht vor der Tür.

Die Studierenden und Ehemaligen waren in den letzten Monaten eine wesentliche Stütze der Entwicklung. Ich bin davon überzeugt und freue mich, dass das auch in Zukunft so bleibt.

Ich wünsche Ihnen eine gelungene Feier mit vielen guten Gesprächen.

Prof. Dr. Alexander Bassen



Grußwort Dr. Dieter Koch

Vorstand der Gesellschaft der Freunde und Förderer der HWP e.V. (GdFF)
zum Absolvententreffen des 51. Lehrgangs der HWP, 10. November 2007

Liebe Kommilitoninnen und Kommilitonen des 51. Lehrganges,

leider kann ich wegen eines seit längerer Zeit festgelegten kommunalpolitischen Termins nicht selbst dabei sein. Dabei wäre es so schön gewesen, bei einem Glas Bier über die guten, alten Zeiten der HWP zu reden. Besonders amüsant wurde es bei Ehemaligentreffen immer, wenn man sich über die verschiedenen Möglichkeiten zur Hinausschiebung des Termins von Hausarbeiten ausgetauscht hat. Nun ernsthaft: Dass es die selbständige Hochschule HWP nicht mehr gibt, ist Euch sicher bekannt. Ob und wie ein hochgelobtes, manche sagen totgelobtes, Studienmodell in der jetzigen Fakultät für Wirtschafts- und Sozialwissenschaften überleben kann, wird sich in den nächsten zwei Jahren erweisen.

Als Anfang des Sommersemesters eine Fakultätssatzung vorgelegt wurde, die eine Gliederung nach Fachdisziplinen und nicht nach Studiengängen vorsah, haben die Studierenden bewiesen, dass mit Aktionen etwas erreicht werden kann. Jetzt wird der Studiengang eine organisatorische Basis erhalten. Das stimmt optimistisch. Denn die Studierenden haben sogar die Lethargie aus dem Lehrkörper vertrieben. Wer mehr über die Situation wissen will: Die website der Gesellschaft der Freunde und Förderer der HWP informiert ausführlich, vor allem im Sonderheft des Magazins vmp9.

Als Vereinsmensch darf ich noch auf Beitrittsformulare der Gesellschaft der Freunde und Förderer hinweisen, bevor ich als leider verhinderter Teilnehmer einen gemütlichen Abend wünschen kann.

Dieter Koch