Einladung 2008
zur jährlichen Arbeitstagung der GdFF e.V.


am Samstag, 24. Mai 2008, von 10.30 bis 12.30 Uhr,
im Department Wirtschaft und Politik,
von-Melle-Park 9, 20146 Hamburg, (Räume S 7 oder S 8)

Das Thema wird sein:
Heterogene Studierendenschaft - Herausforderung und Chance für die Lehre
Das Department Wirtschaft und Politik und der dazugehörige Studiengang wird mit der neuen Fakultätssatzung in einen Fachbereich Sozialökonomie umgewandelt. Jetzt kommt es darauf an, dass auf dieser organisatorischen Basis inhaltlich und didaktisch an dem angeknüpft wird, was der HWP immer positive Rankingergebnisse für die Qualität ihrer Lehre beschert hat. Das wird wesentlich davon abhängen, welche Professoren in Zukunft kommen werden. Man weiß aber, dass sich an der HWP Bewerber angezogen fühlten, die Lehre nicht als lästige Nebenpflicht betrachtet haben. Was sie dann an der HWP vorgefunden haben, war schon immer eine besondere Studierendenschaft. älter und berufserfahren und in sich sehr heterogen. Man kann sogar sagen, dass die Heterogenität der Studierendenschaft seit Gründung 1948 ein prägendes Merkmal war. Dabei hat sich die Zusammensetzung ständig verändert. Man denke nur an den Frauenanteil, der von max. 5% in den ersten zwanzig Jahren auf mehr als 50% gestiegen ist. Oder - und das ist zur Zeit ein unbe-dingt zu berücksichtigendes Faktum - der hohe Anteil der Studierendenschaft mit ausländischer Staatsangehörigkeit bzw. mit Migrationshintergrund.
Daraus ergeben sich zwei Fragestellungen: Ist die Zusammensetzung der Studierendenschaft oder ein bestimmtes Merkmal, z.B. der hohe Anteil von Studierenden mit Migrationshintergrund, ein Ansatzpunkt für die Profilbildung und ein mögliches Alleinstellungsmerkmal? Diese Fragestellung könnte durchaus Thema einer Arbeitstagung der GdFF sein. Dieses Mal geht es aber darum, was die vorhandene (und auch für die Zukunft anzustrebende) Heterogenität der Studierenden für die Lehre bedeutet. Das soll nicht im luftleeren Raum diskutiert werden, sondern unter Berücksichtigung der nach Verlust der Selbständigkeit der HWP vorhandenen neuen Bedingungen, die der Studiengang jetzt vorfindet.

Dieser Frage wird sich zuwenden:
Frau Ulla Ralfs,
Sprecherin FG Soziologie und Mitglied im Departmentvorstand.

Dazu einige von Frau Ralfs formulierte Fragestellungen:

  • Warum erhöhen sich an deutschen Universitäten mit der Einführung des Bachelor-Master-Systems die Studienabbruchquoten?
  • Droht das auch dem Studiengang Sozialökonomie?
  • Warum sind viele HWP/DWP-Studierende in der Master-Phase in anderen Studiengängen und Studienorten national und international besonders erfolgreich, obwohl sie nicht die für deutsche Universitäten typischen Studierenden sind?
  • Wie muss das Studium in der Eingangsphase aussehen?
  • Welche Schwächen hat das HWP-Modell?
  • Welche neuen Lernformen braucht man, damit die Studierenden die Zeit für die Aneignung kanonisierter Wissensbestände und instrumenteller Kompetenzen reduzieren und die Zeit für wissenschaftliches Lernen erhöhen können?

Der Eintritt ist natürlich kostenlos.